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Schlafen Sie gut!

Behandlung von Schnarchen und Schlafapnoe
durch den Hals-Nasen-Ohrenarzt

Schnarchen entsteht in der Regel durch Vibrationen von Weichteilen des Rachens, Schlafapnoe durch Kollaps dieser Weichteile.

Dem kann überschüssiges Gewebe zu Grunde liegen, wie etwa zu große Mandeln, ein besonders voluminöses Gaumensegel oder Zäpfchen. Aber auch behinderte Nasenatmung führt nicht selten zum Schnarchen.

Für alle genannten Fälle gibt es Behandlungsmöglichkeiten, dies sind meist Operationen der Naseder Mandelndes Gaumensegels/ Zäpfchens und andere.

Nicht jede Behandlung kommt für alle Patienten in Frage, die Ausprägung bestimmter Ursachen ist individuell sehr verschieden. Nach entsprechender Untersuchung kann ein spezialisierter Hals-Nasen-Ohrenarzt aber einschätzen, ob eine bestimmte Behandlung Erfolg verspricht oder nicht. Manchmal müssen auch verschiedene Verfahren kombiniert werden, um Erfolg zu erzielen – so kann z.B. eine Operation der Nase und des Gaumensegels erfolgreich sein, eines der genannten Verfahren allein unter Umständen aber nicht. Ebenso verhält es sich mit der Kombination von chirurgischen und konservativen Verfahren, also etwa Biss-Schiene plus Operation des Gaumensegels.

Liegt eine Schlafapnoe vor, so nimmt die Erfolgsrate chirurgischer Eingriffe mit zunehmendem Schweregrad der Erkrankung ab. Eine echte Alternative ist die chirurgische Behandlung also meist bei leichter bis mittelgradiger Schlafapnoe oder beim Schnarchen ohne Atempausen. Ausnahme ist die kindliche Schlafapnoe, hier ist eine Verkleinerung der Mandeln fast immer erfolgreich.

Jedoch ist bei Schlafapnoe eine Operation der Nase nicht selten Voraussetzung dafür, dass eine Maskenbeatmung überhaupt möglich wird. Bei hohem Maskendruck kann eine HNO-Operation (etwa an Mandeln und Gaumensegel) zu einer deutlichen Senkung des benötigten Druckes und damit besseren Akzeptanz der Maskenbeatmung führen. 

NacheingehenderUntersuchungwird vom spezialisierten HNO-Arzt ein Behandlungskonzeptbesprochen. Neben einer möglichen Maskenbeatmung, Anpassung einer Biss-Schiene kann dies jenachEinzelsituationeineBehandlungderNase,ggf.eine Nasenscheidewandoperation, seltener auch plastische Operation der NaseOperation der Nasennebenhöhlen oder Laserbehandlung der unteren Nasenmuscheln, eine Operation des Gaumensegels (z.B.mitLaser) sowie Operation der Mandeln oder des Zungengrundes sein.

Einige dieser Verfahren sind in wenigen Minuten in örtlicher Betäubung (z.B. Laser-Uvuloplastik, Radiofrequenzbehandlung des Gaumensegels, Laser-Behandlung der unteren Nasenmuscheln) ambulant möglich, andere nur im Rahmen eines stationären Aufenthaltes (z.B. Operationen mit Entfernung der Mandeln, komplexe Operationen an der Nase). Ob die Kosten (im Falle einer Schlafapnoe ist dies immer der Fall) von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden, wird ebenfalls im Vorgespräch geklärt.

Einige, häufige HNO-chirurgische Verfahren im Überblick:

  1. Mandelentfernung (bei zusätzlicher, chronischer Mandelentzündung oder im Rahmen einer Uvulo-Palato-Pharyngoplastik, also zusätzlicher Straffung des Gaumensegels – in der Regel zur Behandlung der Schlafapnoe, stationär, in Narkose)

  2. Mandelverkleinerung (meist bei Kindern, in der Regel zusätzlich Entfernung der Rachenmandel (sog. „Polypen“), in Abhängigkeit von der Op-Technik (partielle Tonsillektomie oder Tonsillotomie) stationär oder ambulant in Narkose)

  3. Septumplastik (= Operation der Nasenscheidewand,bei Schnarchen ohne Atempausen oder bei Schlafapnoe als Voraussetzung einer Maskenbeatmung, meist stationär in Narkose)

  4. Septorhinoplastik (= Operation der inneren und äußeren Nase, als ergänzendes Verfahren zu 3., stationär in Narkose)

  5. Operation der Nasennebenhöhlen(als ergänzendes Verfahren zu 3., meist stationär in Narkose)

  6. Operation der Nasenmuscheln (= Schwellkörper der Nase, Conchotomie, konventionell, Laser, Radiofrequenz u.a. Verfahren, in Abhängigkeit von der Op-Technik in örtlicher Betäubung oder Narkose, ambulant oder stationär)
  1. Straffung des Gaumensegels (Laser-Uvuloplastik und andere Verfahren, meist in örtlicher Betäubung, ambulant)

  2. Behandlung des Zungengrundes (Radiofrequenz und andere Verfahren, in örtlicher Betäubung oder Narkose, ambulant oder stationär)

Dies ist nur ein Überblick über die wichtigsten operativen Behandlungen. Dem Schnarchen bzw. der Schlafapnoe liegen oft recht komplexe Ursachen zu Grunde. Nicht jedes der genannten, hno-chirurgischen Verfahren kommt daher für jeden Patienten in Frage und – nicht selten müssen verschiedene Behandlungen miteinander kombiniert werden.

Vor der Besprechung therapeutischer Möglichkeiten muss also eine eingehende HNO-ärztliche Untersuchung und Beratung erfolgen.

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